Tour de souffrance


In den letzten Jahren hat die CSJ angesichts der dramatischen Verschlechterung der wirtschaftlichen und finanziellen Lage unseres Landes wiederholt den mangelnden Reformwillen der Regierung kritisiert. Deshalb gebietet es sich im selben Masse sichtbare Kursänderungen anzuerkennen und zu unterstützen! So begrüßt die CSJ ausdrücklich die zusätzlichen Anstrengungen der Koalition um das Defizit im Staatshaushalt resolut abzubauen. Es scheint, als sei die Tugend der Finanzkonsolidierung wiederentdeckt worden.

Ein Hoffnungsschimmer, der jedoch mit Vorsicht zu genießen ist. So mancher sprach, mit Anspielung auf den Radsport, von einer ersten Etappe! Wie weise, handelt es sich hierbei doch meist um flache Streckenprofile. Als Vorbereitung auf die wahre Herausforderung : das Hochgebirge mit seinen Königsetappen. Dort erst wird von den Fahrern alles abverlangt. Trennt die Spreu vom Weizen sich.

Nach zeitraubenden Startschwierigkeiten hat die Regierung endlich die Talsohle durchschritten. Doch nun türmen sich vor ihr riesige Aktenberge auf: das Beschäftigungsfonds, die Sozialzulagen, die steigende staatlichen Funktionskosten, die administrative Vereinfachung…

Sie Alle gilt es zu überwinden. Einer nach dem anderen. Mit bloßer Willenskraft. Die Zeiten des (Geld-)Dopings sind definitiv vorbei.

Erst danach, liegt das Ziel in Sichtweite. Nicht etwa die Triumphfahrt auf den Champs-Elysées. Nach einer Tour de France. Sondern die hoffnungsvolle Durchquerung der Krisenlandschaft. Nach einer Tour de souffrance.

Die CSJ wird die Regierungsmannschaft dabei anfeuern. Denn wir sehnen deren Ankunft herbei!

Mitgeteilt vom CSJ-Nationalvorstand