25 Jahre Schengen


Auf den Tag genau vor 25 Jahren, verpflichteten sich Deutschland, Frankreich sowie die Beneluxstaaten im luxemburgischen Winzerdorf Schengen die stationären Grenzkontrollen an den Binnengrenzen der Europäischen Union progressiv abzuschaffen. Am vergangen Samstag, hat sich die CSJ zusammen mit den “Jeunes Populaires” aus Lothringen, an jenes historisches Ereignis erinnert.

Für uns, die Vertreter der jungen Generationen, ist die Bewegungsfreiheit innerhalb Europas freilich längst zum Alltag geworden, jedoch befürchten wir, dass diese einzigartige Errungenschaft durch die Begleitumstände der aktuellen Krisenstimmung gefährdet ist.

Europa wurde von der schwersten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit mit voller Wucht getroffen und offenbarte dabei latente ökonomische sowie politische Schwächen. Neben dem Fehlen eines koordinierten Vorgehens um die Auswirkungen des konjunkturellen Tiefes abzufedern, zeigt sich einmal mehr, dass die einzelnen Mitgliedstaaten ihre eigenen Interessen noch immer über denen der Union stellen. Im Lichte der Krise besteht deshalb die grösste Herausforderung der EU in der Abkehr vom nationalstaatlichen Denken.

Sich dieser Aufgabe zu stellen, fühlen auch wir, die jung und politisch engagiert sind, uns verpflichtet. Folglich, haben die “Jeunes Populaires” aus Lothringen und die Christlich-Soziale Jugend aus Luxemburg den 25. Jahrestag der Schengener Abkommen zum Anlass genutzt, um im Geiste jener historischen Entscheidung, ein grenzüberschreitendes, politisches Bildungsangebot für unsere Mitglieder sowie alle politisch interessierten Jugendlichen aus der Grossregion, ins Leben zu rufen. Unsere Absicht ist es, mindestens drei Mal im Jahr Seminare anzubieten, in denen die potentiellen Entscheidungsträger von Morgen an Europas Geschichte, seine Institutionen und seine Aufgabenstellungen herangeführt werden.

Mitgeteilt vom CSJ-Nationalvorstand