[CSJ Miersch] Sumpflandschaft im Alzettetal? – Renaturierung der Alzette zu Lasten der Lebensqualität?


Das Gesetz zum Bau der sogenannten Nordstrasse sieht einige Massnahmen zur Kompensierung der Negativimpakte auf die Umwelt vor, darunter die Anlage einer Feuchtzone im Alzettetal. Gemäss den dem Vorstand bekannten Plänen soll das Alzette-Flussbett verlegt und um ungefähr 3,5 Meter angehoben werden. Ziel dieser Massnahme ist eine kontrollierte Überflutung von Teilen des Tales. Diese Talflutung können wir nicht nachvollziehen, da bereits heute alljährlich die Wiesen durch den Februarregen unter Wasser stehen. Die entstehende Sumpflandschaft dürfte eine Zunahme von Ungeziefer, insbesondere Stechmücken und Ratten, bewirken, wie z.B. in anderen Gemeinden des Alzettetals zu beobachten. Es sei daran erinnert, dass die Trockenlegung der Talebenen im 19. Jahrhundert in erster Linie aus sanitären Gründen vorangetrieben wurde, als das Wechselfieber (Malaria) eine weit verbreitete Krankheit war.


Die Entfernung zwischen den Wohnhäusern in der « Rue principale » in Lintgen und in Prettingen beträgt knapp 450 Meter. In diesem Streifen verlaufen die Eisenbahnlinie, der CR 123 und die künftige Fahrradpiste. Die CSJ-Sektion Kanton Mersch befürchtet, dass sowohl der Anstieg des Grundwasserspiegels als auch häufigere und umfangreichere Überschwemmungen negative Auswirkungen auf die Bausubstanz der umliegenden Wohnhäuser und anderer Bebauungen (Unterführungen, Strassen) hat, z.B. Wasser in Kellern.

Konsequenterweise fordert die CSJ-Sektion Kanton Mersch, dass die derzeit bekannten Pläne überarbeitet werden, um die von uns oben angeführten Auswirkungen zu lindern.

Mitgeteilt von der CSJ Kanton Mersch