Kongress wählt neuen Vorstand


In Anwesenheit der Bürgermeisterin von Fischbach, Marianne Brosius-Kolber, wurde Pol Pierret beim diesjährigen Kongress der CSJ-Zentrum am vergangenen Samstag in Schoos in seinem Amt als Präsident bestätigt. Der Gastredner und Abgeordnete Mill Majerus unterstrich seinerseits in seinem Vortrag die Bedeutung einer politisch aktiven Jugend, sowohl für die CSV als auch für das politische Leben im Allgemeinen. Nur im Dialog und mit der Beteiligung der Jugend ließen sich nämlich die langfristigen Herausforderungen meistern. Zu diesen Anforderungen zählten national u. a. die Schaffung neuer Arbeitsplätze, die Gewährleistung eines dauerhaft leistungsfähigen Sozialstaates und die Förderung einer wahren multikulturellen Gesellschaft. Auf internationaler Ebene gehörten die Sicherung des Friedens und die Bekämpfung des Klimawandels zu den politischen Prioritäten der nächsten Jahrzehnte.

Die Jugendlichen sollten sich dabei ruhig trauen, ihre eigenen Kompetenzen einzubringen und innovative Ideen vorzuschlagen. Zudem habe gerade die politische Jugend das Potenzial, neue Begeisterung für die Politik zu entfachen und durch ihren ehrenamtlichen Einsatz den Ruf der Politik zu verbessern, befand Majerus. Aufgabe der Jugend und der Jugendparteien sei es ferner, die Berufspolitiker regelmäßig daran zu erinnern, dass ihre gesellschaftliche Verantwortung über die fünfjährige Mandatsdauer hinausreiche.

Besonders jetzt in schwierigeren Zeiten müssten die politisch Verantwortlichen zu mutigen Entscheidungen bereit sein, so Majerus. Investitionen in Forschung und Bildung, eine nachhaltige Mobilitätspolitik, ein Ausbau der Kinderbetreuung, dies seien alles bedeutende Bausteine, um das Land auf die Zukunft vorzubereiten. Falls aber letztendlich die eine oder andere schmerzhafte Maßnahme wirklich notwendig sei, müsse diese auch umgesetzt werden. “Wir müssen sparen”, so die Mahnung des CSV-Abgeordneten.

Die gleiche Ansicht vertrat der Nationalpräsident der christlich-sozialen Jugend, Serge Wilmes. So solle man die Vermeidung hoher Staatsschulden als wichtigen Bestandteil des Generationenvertrages ansehen. Demzufolge dürfe man nicht sämtliche Lasten und Einschnitte den nächsten Generationen auferlegen. Unverantwortlich sei es dann aber, wenn z. B. in einem Leitartikel im Tageblatt versucht werde, die negativen Auswirkungen der Krise auf den Staatshaushalt zu verharmlosen. An einer Sparpolitik werde in den kommenden Jahren nichts vorbeiführen, wenn man der Jugend noch einen handlungsfähigen Staat übergeben möchte, so Wilmes. Dessen sollten sich die Menschen im Land bewusst sein.

Der alte und neue Vorsitzende der CSJ-Zentrum, Pol Pierret, zeigte sich rückblickend auf seine erste Mandatszeit sehr zufrieden mit der geleisteten Arbeit des Bezirks. Vieles von dem, was der alte Vorstand sich vorgenommen habe, habe man in den vergangenen zwei Jahren auch umsetzen können. Mit viel Einsatz und zahlreichen Aktivitäten sei es gelungen, den Bezirk Zentrum wieder neu zu beleben. Allerdings sei die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen CSJ-Sektionen noch ausbaufähig, betonte Pierret. Zudem müsse der neue Vorstand verstärkt Anstrengungen auf die Schaffung neuer Sektionen verwenden.

Ihm zur Seite stehen künftig die beiden neuen Vizepräsidenten Guy Wester und Charel Hurt sowie Vincent Staudt als neuer Sekretär. Den Posten des Schatzmeisters behält Sven Fournelle. (PiB) Quelle: Luxemburger Wort vom 12 Oktober 2009.