Kontinuität im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit


Der neue sozialistische Arbeitsminister Nicolas Schmit stellte am 15. September anlässlich einer Pressekonferenz einen Gesetzesentwurf vor, der die Beschäftigungsmassnahmen für unqualifizierte jugendliche Arbeitslose (Stichwort « 5611 ») in der Krisenzeit auf gut ausgebildete Schul- und Studienabgänger ausweiten soll. Die CSJ begrüsst diese Initiative ausdrücklich, da die christlich-soziale Jugend bereits seit dem Jahre 2006 und dem Versuch einiger Jugendvereinigungen, den Gesetzesentwurf « 5611 » zu stoppen und damit den jugendlichen Arbeitslosen eine realistische berufliche Perspektive zu nehmen, der Meinung ist, dass die Reform und die Ausweitung von Beschäftigungsmassnahmen im Kampf gegen die soziale Ausgrenzung der Jugendlichen, ein Schritt in die richtige Richtung ist.

In diesem Sinne möchte die CSJ allerdings unterstreichen, dass der nun vorliegende Gesetzesentwurf in Kontinuität steht mit den Vorarbeiten und dem Einsatz des vorherigen Arbeitsministers François Biltgen und vor allem im Rahmen der Beschäftigungsgespräche von den Sozialpartnern beschlossen wurde. Deshalb wird die CSJ auch den sozialistischen Arbeitsminister in seinen Reformbemühungen unterstützen, weil es wichtig ist, den Jugendlichen eine Aussicht auf eine Arbeit zu bieten, statt sie in die Arbeitslosigkeit abrutschen zu lassen. In diesem Zusammenhang findet die CSJ es auch richtig, dass die neuen Massnahmen zeitlich begrenzt sind. Somit kann verhindert werden, dass Jugendliche in dauerhaft prekäre Verhältnisse im privaten oder im öffentlichen Sektor geraten könnten.

Zu guter Letzt ist die CSJ auf die Reaktionen der restlichen Jugendorganisationen und insbesondere der Jusos gespannt, sei doch daran erinnert, dass letztere sich im Jahre 2006 vehement gegen den Gesetzesentwurf « 5611 » von Minister Biltgen zu Wehr gesetzt hatten. Die CSJ hofft aber, dass die Jungsozialisten die nun vorliegenden Reformen des aktuellen Arbeitsministers unterstützen und nicht wieder den Aufstand proben werden.

Mitgeteilt vom CSJ-Nationalvorstand