Néijoerswënsch 2008


Liest hei waat d’CSJ der Regierung an dem Parlament fir datt néit Joer wënscht.


Für die CSJ müssen 2008 folgende Politikfelder vorrangig behandelt werden:

die Bildungspolitik. Das luxemburgische Bildungssystem muss endlich an die Gegebenheit des 21. Jahrhunderts angepasst werden. Mit der Bildungspolitik steht und fällt die Zukunft des Landes. Deshalb muss die Reform der Grundschule 2008 gestimmt und umgesetzt werden. Es kann sich dabei aber nur um einen ersten Schritt in Richtung einer Schule handeln die, die Jugendliche bestens auf das Erwachsenen- und vor allem Berufsleben, vorbereitet.

die Arbeitsmarktpolitik. Jedes Jahr verlassen viel zu viele Jugendliche die Schule ohne Diplom und finden sich daher in der Regel in der Arbeitslosigkeit wieder. Die Arbeitsmarktsreform 5611 war ein erster, mutiger Schritt in Richtung Aktivierung und Weiterbildung arbeitsloser, unterqualifizierter Jugendlicher. Weiter Maßnahmen müssen aber noch ergriffen werden und so sollte das kommende Jahr dazu genutzt werden um die Reform des Arbeitsamtes voranzutreiben und sich verstärkt den älteren Arbeitslosen zuzuwenden, die weitaus stärker als die Jugendlichen von der Langzeitarbeitslosigkeit bedroht sind.

Die Wohnungsbaupolitik. Eine gute Ausbildung ebnet den Weg zu einem festen Arbeitsplatz, welcher aber für seinen Teil immer seltner zu den eignen vier Wänden führt. Die hohen Immobilienpreise lassen Luxemburg mittelfristig von einem Land der Eigentümer zu einem Land der Mieter werden. Diese Entwicklung stellt eine große Belastung für soziale Kohäsion dar. Damit auch in Zukunft der Wunsch nach der eigenen Wohnung Wirklichkeit werden kann, muss 2008 eine Lösung gefunden um die wesentliche Kernelement des “Pacte logement” zu retten und in die Tat um zusetzen.

Die CSJ wünscht der Regierung und dem Parlament auf jeden Fall viel Glück für das Jahr 2008.

Serge Wilmes

CSJ-Generalsekretär

Quelle: “Tageblatt”, Ausgabe vom 31.12.2007