Eng Zukunft fir jidder Jonken!


In seiner Rede zur Lage der Nation, hat Premierminister Jean-Claude Juncker ein weiteres Mal all jene Lügen gestraft, die der Regierung noch vor einigen Monaten im Zusammenhang mit dem Gesetzesprojekt 5611, eine jugendfeindliche Politik unterstellen wollten.

Jean-Claude Juncker hat einen nicht unwesentlichen Teil seiner Rede den Jugendlichen gewidmet. Dabei hob er vor allem die prekäre Situation zahlreicher Jugendlicher hervor, die in unserer Wohlstandsgesellschaft über keine Zukunftsperspektive verfügen, da sie ohne Schulabschluss, ohne Unterkunft bzw. ohne Eltern auskommen müssen.

Der Regierung Juncker kann deshalb nicht vorgeworfenen werden, sie würde die Realität verkennen und sich nicht um das Schicksal der unzähligen Jugendlichen kümmern, die das soziale Netz nicht aufzufangen vermag. Einige politische Reformen wie das Gesetzesprojekt 5611, das die Jugendarbeitslosigkeit nachhaltig bekämpfen soll, werden in Kürze in Kraft treten. Weitere Initiativen wie z.B. die unumgängliche Reform des Schulunterrichtes und die Schaffung neuer sozialer Erziehungseinrichtungen werden dem Parlament in den nächsten Monaten zur Abstimmung vorgelegt.

Die CSJ zeigt sich erfreut darüber, dass die Regierung sich in den restlichen zwei Legislaturjahren, noch stärker für die Interessen der Jugendlichen und vor allem jenen, die gezwungen sind, am Rande der Gesellschaft zu leben, einsetzen möchte. Die CSJ ist auf jeden Fall bereit, ihren Teil der Verantwortung zu übernehmen, damit soziale Ungerechtigkeiten ausgebügelt werden, und jeder Jugendliche in Luxemburg die Möglichkeit erhält, ein menschenwürdiges und eigenständiges Leben zu führen.

Deshalb werden wir im Laufe der nächsten Monate mit Hilfe der uns zu Verfügung stehenden Mittel, über die Lage der Jugendlichen informieren, diskutieren und sensibilisieren. Nur so kann sichergestellt werden, dass die luxemburgische Jugend ihrer Zukunft nicht beraubt wird!

Serge Wilmes, CSJ-Generalsekretär

Quelle: CSV-Profil, Beilage zum “D’Wort”, Ausgabe vom 12.05.07, S. 70.