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Jean-Claude Juncker: der Europäer

Zur Autorin:

Margaretha Kopeinig, Mag. phil., Dr. phil., geboren 1956, studierte nach Matura in Klagenfurt Politikwissenschaft (Internationale Beziehungen), Geschichte, Soziologie und Pädagogik in Wien, Genf, Bogota, D.E. (Kolumbien). 1992 – 1994 war sie EU-Korrespondentin der Tageszeitung Kurier in Brüssel, kurze Zeit profil-Redakteurin; seit 1995 Redakteurin des Kurier mit dem Schwerpunkt Europa-Berichterstattung. Es gibt von ihr zahlreiche Veröffentlichungen zur Entwicklungs- und Außenpolitik und zur europäische Integration.

zu Jean-Claude Juncker:

Er genießt das Privileg des erfahrensten Regierungschefs Europas im kleinsten Land der Union. Beides versteht Luxemburgs Ministerpräsident und Finanzminister Jean-Claude Juncker zu nutzen, als Instrument für den europäischen Integrationsprozess, in eigener Sache und – wenn nötig – im Kampf gegen die Großen. Wie kein anderer Politiker gestaltet und beeinflusst Juncker seit vielen Jahren europäische Entscheidungsprozesse. Seit 1974 ist der Christdemokrat in der Politik tätig: Als Abgeordneter, Staatssekretär, Minister und seit 1995 als Premier. Im Kreise der EU-Finanzminister setzte er am Beginn der neunziger Jahre wichtige Impulse für die Wirtschafts- und Währungsunion. Im Ringen zwischen Deutschland und Frankreich für einen harten Euro entwarf er beim EU-Gipfel im Dezember 1996 in Dublin den Stabilitäts- und Wachstumspakt. Er formulierte den Text auf Ersuchen des damaligen deutschen Bundeskanzlers Helmut Kohl, seines großen Förderers. Nicht nur in diesem Fall, als der Euro auf der Kippe stand, fungierte Juncker als Mediator zwischen Berlin und Paris. Staatspräsident Jacques Chirac ernannte ihn dafür zum “Ritter der Ehrenlegion”. Der Luxemburger ist überzeugt von der Erweiterung als Friedensprojekt. Skeptiker der EU-Erweiterung nennt er “kleingeistig” und erinnert an die Verdienste der mittel- und osteuropäischen Völker, Planwirtschaft und Kommunismus, friedlich überwunden zu haben. Auch sonst spricht er gerne Klartext. Als die EU-Regierungschefs am 20. März 2003, dem Tag als der Irak-Krieg begann, zu ihrem Gipfel in Brüssel zusammenkamen und keinen Weg aus der innereuropäischen Krise wussten, resümierte Juncker, in zwanzig Jahren Europapolitik “noch nie so viel Heuchelei und Scheinheiligkeit erlebt zu haben”. Anhand der Positionen und Äußerungen Jean-Claude Junckers sowie Interviews mit Weggefährten – u. a. mit Helmut Kohl – zeichnet Margaretha Kopeinig das Bild eines Politikers, der – wie kein anderer – europäische Entwicklungen prägt. Für seine Leidenschaft, seine Vision von Europa gibt es keine Vorbilder – es sei denn seinen Vater, der Stahlarbeiter im Süden Luxemburgs war. Orientierung ist für Juncker stets die Geschichte Europas, die er “nicht vergessen” will.