CSJ-Position zur PISA-Studie


Bei der ersten Pisa-Studie waren es die Schüler, welche nicht mit der nötigen Motivation die Tests ausgefüllt oder nicht ausgefüllt hatten, weil es an Informationen zum Test mangelte, die uns das katastrophale Resultat beschert hatten. Jetzt, wo wir nicht mehr im Schlusstrio, aber noch immer unter fernen Liefen in der unteren Hälfte sind, scheint anscheinend wieder die Sonne und wir sind auf dem richtigen Weg. Geht man jedoch davon aus, dass sich im Schulsystem und in der Schule kaum etwas geändert hat, sondern diesmal de Schüler gut vorbereitet und motiviert waren, ihr Bestes gegeben haben, damit Luxemburg zu Ehren kommt, ist dieses Resultat kaum als zufrieden stellend zu bezeichnen. Sind wir doch noch immer in allen Bereichen unter dem von der OECD festgelegten Mittelwert anzufinden.

Reformen müssen her!

Bei der ersten Pisa-Studie waren es die Schüler, welche nicht mit der nötigen Motivation die Tests ausgefüllt oder nicht ausgefüllt hatten, weil es an Informationen zum Test mangelte, die uns das katastrophale Resultat beschert hatten. Jetzt, wo wir nicht mehr im Schlusstrio, aber noch immer unter fernen Liefen in der unteren Hälfte sind, scheint anscheinend wieder die Sonne und wir sind auf dem richtigen Weg. Geht man jedoch davon aus, dass sich im Schulsystem und in der Schule kaum etwas geändert hat, sondern diesmal de Schüler gut vorbereitet und motiviert waren, ihr Bestes gegeben haben, damit Luxemburg zu Ehren kommt, ist dieses Resultat kaum als zufrieden stellend zu bezeichnen. Sind wir doch noch immer in allen Bereichen unter dem von der OECD festgelegten Mittelwert anzufinden.

Reformen müssen her!

Die CSJ fordert strukturelle Veränderungen: grundlegende Reformen im Bildungswesen, keine Konzeptlosigkeit wie : « Schule soll Spass machen !», das Abschaffen der Hausaufgaben und der Nachexamen, sondern ein Zurück zu echter bildungspolitischer Reformpolitik! Hierzu gehören:

Die Forderungen der CSJ:

§ Die Reform des Inspektorats im Sinne einer unabhängigen

Qualitätskontrolle für Grund- und Sekundarschulen.

§ Eine Offensive für mehr Ganztagsschulen: statt Ferien- und

einkaufsfreundlichen Schulrhythmen eine kindgerechtere und sinnvollere Organisation des schulischen Alltags! Schulische und paraschulische Aktivitäten sollen im “Haus des Lernens” nicht gegeneinander ausgespielt, sondern besser abgestimmt werden mit allen Schulpartnern.

§ Reform der Programmkommissionen und Revision der Lehrpläne:

Rotierende Vorsitze, fächerübergreifende Jahrgangsprogramme. Stärkung der Klassenräte und -kollegien. Revision der Inhalte.

§ Mehr Autonomie für unsere Sekundarschulen: Schulen sollen stärker

pädagogische Schwerpunkte setzen können, ihre Haushaltsmittel eigenverantwortlicher verwalten können und größere Freiheit bei der Personalrekrutierung haben.

§ Gezieltere Förderung der leistungsschwachen Schüler (“Die am Besten

ausgebildeten Lehrer für die Schüler mit besonderen Lernschwierigkeiten”

anstatt Tatenlosigkeit im “Modulaire”-Regime / Vorbereitungsklassen) sowie gezieltere Begabtenförderung auf allen Jahrgangsstufen.

§ Offensive Personalpolitik: Ende der “Chargé”-Politik, Alternativen

zum jetzigen Lehrerstatut, intensiverer grenzüberschreitender Lehreraustausch, Weiterbildungspflicht und bessere Lehrerassistenz und -supervision.

§ Reform der schulpsychologischen Dienste (SPOS): Vermehrt auf

Selbstevaluierungsverfahren für Schüler zurückgreifen, engere Verknüpfung mit den Sozialdiensten und bessere Einbindung in das Klassengeschehen.

Weiterhin fordert die CSJ die Unterrichtsministerin auf aktiv zu werden, um die Schulen und das Bildungssystem zu stärken. Wir sind gespannt auf die innovativen Konzepte, die unsere Schüler bei der nächsten Pisastudie weiter nach vorn bringen sollen. Des Weiteren fordern wir die Teilnahme an der PISA-Studie für Lehrer: AD RET – Attracting, Developing and Retaining Effective Teachers.