CSJ Norden


Kongress vun der CSJ Norden: Grenzlansdlycée a Walen 2004…Die CSJ Norden fordert ein Grenzlandlyzeum im Kanton Clerf.

Dabei sei die Standortfrage nicht entscheidend. Es gehe darum, nicht nur irgendein Lyzeum in den hohen Norden zu bekommen, sondern eine interregionale Schule mit Mehrwert? als Motor für den Kanton Clerf und die ganze Grenzregion zu schaffen. Ein solches Lyzeum sei eine realistische Utopie, so der ehemalige CSJ-Präsident Charel Schmit bei der Vorstellung der Resolution.

E Grenzlandlycée am ieweschten Dräilännereck

Die neue Schule habe nicht nur eine Ausbildungsfunktion, sondern sei auch wirtschaftlich und kulturell von großer Bedeutung.

Die Schule müsse in der Region mit anderen Schulen zusammenarbeiten. Ein Schüleraustausch
mit anderen EU-Ländern sei anzustreben. Das Lyzeum müsse resolut auf Sprachenvielfalt setzen sowie neue Technologien im Alltag einsetzen. Ferner seien eine enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft der Region und konkrete Weiterbildungsangebote vonnöten.

Ein selbstbewusster CSJ Norden-Präsident Dan Roder forderte eine angemessene Berücksichtigung der CSJ Norden bei der Aufstellung der Listen für die Parlamentswahlen 2004. Die CSJ habe in den vergangenen Jahre gute Arbeit im Norden geleistet und sei auch stark im Bezirksvorstand der CSV Norden vertreten. Dies gelte es, nun auch bei den Wahllisten zu berücksichtigen.

Die CSJ war und ist ihrer Zeit oft voraus

CSV Norden-Präsident Marco Schank sicherte der Christlich-Sozialen
Jugend im Norden seine Unterstützung zu. Sowohl beim Grenzlandlyzeum als
auch bei der Listenaufstellung.

“Die CSJ war und ist ihrer Zeit oft voraus”, so Schank. Etwa beim Grünen Zentrum, beim Redinger Lyzeum, bei der Mobilität im Norden und jetzt auch wieder beim Grenzlandlyzeum.
Dabei seien diese Visionen von heute eben keine Luftschlösser, wie die DP sage, sondern die Wirklichkeiten von morgen. Bei der Listenaufstellung warnte der Bezirkspräsident vor einem
Geschlechterkampf. Die CSV müsse 2004 geschlossen in die Wahlen gehen.

CSV-Fraktionschef Lucien Weiler lobte ebenfalls die Dynamik der CSJ
Norden. Dieser Stärke gelte es, bei den Listen Rechnung zu tragen. Auch
wenn dies in kleinen Bezirken nie einfach sei.

In der Euthanasie-Debatte verteidigte Lucien Weiler das Nein der CSV zur aktiven Euthanasie. Die Kritik an dieser Position des grünen Abgeordneten Jean Huss sei lediglich eine Hetzrede. Allgemein seien vor allem bei den Dossiers der CSV-Minister klare Fortschritte zu erkennen.
Etwa bei der Frauendebatte, bei der Kompetenzdebatte zwischen Staat und Gemeinden, bei der Wohnungsbaupolitik, bei der Landesplanung, bei der Polizeireform. Vom Koalitionspartner DP sehe man hingegen eher wenig.

Jacobs: Integration als wichtigste Herausforderung

Ministerin Marie-Josée Jacobs nannte als wichtigste Herausforderung der
Zukunft die Integration der Nicht-Luxemburger. Sie befürwortete in
diesem Zusammenhang die doppelte Nationalität und unterstrich die Bedeutung der luxemburgischen Sprache.

CSJ Norden-Sekretärin Monique Dahm ließ in ihrem detaillierten Geschäftsbericht zuvor das abgelaufene Jahr Revue passieren. Als Hauptpunkte nannte sie dabei die Schaffung einer Lobby fir de Norden, die Neubelebung der CSJ-Sektion Wiltz sowie eine Konferenz zum Thema
Grenzlandlyzeum mit François Biltgen in Ulflingen.

Paul Estgen, Soziologe beim “Service socio-pastoral intercommunautaire”
(Sesopi) und Co-Autor der “European Values Study – Luxembourg” (EVS),
stellte die genannte Studie vor.

Religion und noch mehr die Politik seien heute die Schlusslichter bei den Werten in Luxemburg. Dies müsse einem zu denken geben. Besonders die Jugend sei immer weniger politisch
interessiert.

CSV und DP am attraktivsten für Jungwähler

Allgemein sei eine starke Individualisierung feststellbar. Als Schlussfolgerung plädierte Estgen dafür, verstärkt in politische Bildung zu investieren. Als beliebteste Parteien bei den Jungwählern unter 30 nannte der Soziologe die aktuellen Mehrheitsparteien CSV und DP.

CSJ-Nationalpräsident Laurent Zeimet plädierte in seinem Schlusswort für mehr Europa. Besonders in diesen Zeiten außenpolitischer Uneinigkeit auf dem Alten Kontinent. In Sachen Listenaufstellung im Norden unterstützte auch Laurent Zeimet die Forderungen der CSJ Norden. Für den CSJ-Chef aus dem Süden ist sein Vorgänger Charel Schmit der ideale Jugendkandidat der CSV im Bezirk Norden für die Wahlen 2004.