CSJ Süden


Alexandra Bertemes fordert die politisch Verantwortlichen auf, die Bürger mehr und besser zu informieren, damit Ängste und Vorurteile vor dem neuen Europa abgebaut werden.

Kongress der CSJ SüdenLet?s talk about Europe

Kürzlich fand in Peppingen im Bauernmuseum der Bezirkskongress der Christlich-sozialen Jugend statt. Nicole Frantz, Sektiounspräsidentin von Roeser, begrüßte die Anwesenden, unter ihnen der Bezirkspräsident der CSV Süden, Norbert Haupert, die CSF-Bezirkspräsidentin Sylvie Andrich-Duval, die Generalsekretärin der CSF Lory Barra, sowie die Abgeordneten Marcel Glesener und Fred Sünnen.

Der CSJ-Bezirkssekretär Alain Gillet wies darauf hin, dass ungefähr 400 der insgesamt 1000 CSJ?ler der CSJ Süden angehören. Nachdem er kurz auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres eingegangen war, erläuterte er das Ergebnis einer Umfrage zum Thema Europa, welche im Herbst in der Escher Fussgängerzone durchgeführt worden war. Dabei stellte sich heraus, dass die Bürger mit Europa Werte wie Friede, Freiheit und Solidarität verbinden.

In ihrer Rede ging die Bezirkspräsidentin Alexandra Bertemes anschliessend noch einmal näher auf die Umfrageergebnisse ein. Natürlich könne man nicht von einer repräsentativen Umfrage sprechen, doch liessen die Antworten nichtsdestotrotz erahnen, wie es mit dem Wissen der Bürger zum Thema Europa bestellt sei. Die Luxemburger glauben Bescheid zu wissen über Europa, doch die Umfrage der CSJ Süden lässt daran Zweifel aufkommen.

Die CSJ-Bezirkspräsidentin fordert die politisch Verantwortlichen auf, die Bürger mehr und besser zu informieren, damit Ängste und Vorurteile vor dem neuen grossen Europa abgebaut werden.

CSV-Bezirkspräsident Norbert Haupert eröffnete die Diskussionsrunde ?Let?s talk about Europe? mit der EU-Kommissarin Viviane Reding. Er machte darauf aufmerksam, dass die Jugend die Zukunft der EU sei, er aber festgestellt habe, dass er in der Bevölkerung wenig Interesse für Europa vorfindet. Bei ihrer Stellungnahme erklärte die Präsidentin des CSF-Südbezirks, Sylvie Andrich-Duval, dass in Zukunft man immer mehr auf politische Bildung bauen müsse.

Die EU-Kommissarin Viviane Reding erklärte in ihrer Rede, dass die Kinder in Europa heute als europäische Bürger aufwachsen würden. Sie fühlten sich zuerst als Europäer und danach erst als Luxemburger, wobei dies bei der älteren Generation eher umgekehrt sei.

Die Kommissarin wies darauf hin, dass die Gründungsväter der EU Christdemokraten waren. Dies sei ein Ansporn und eine Herausforderung für die neue Generation ihr Werk fortzusetzen.
Sie ging auch auf das aktuelle Thema eines möglichen Krieges im Irak ein. Europas Ziel sei Frieden zu schaffen und zu bewahren. Die EU müsse mit einer Stimme sprechen, forderte Viviane Reding, gab aber gleichzeitig zu bedenken, dass es noch ein weiter Weg zur gemeinsamen Aussen-und Sicherheitpolitik sei.

Viviane Reding begrüsste den ersten Textentwurf zur europäischen Verfassung, der von Valéry Giscard d?Estaing vorgelegt wurde. Dies sei eine wichtige Etappe in der Entwicklung der Union. Die Verfassung sei konkrete Politik und nicht leeres Geschwafel.

In seiner Schlussrede bemerkte der CSJ-Nationalpräsident, Laurent Zeimet, dass drei von sechs Jugendlichen beim EU-Jugendkonvent in Brüssel CSJ-Mitglieder sind, dies beweise, dass die CSJ aktiv in der Europapolitik mitwirke. Er ging des Weiteren auf die diesjährige Nationalkampagne der CSJ, ?Loscht op Europa?, ein und gab seinem Wunsch Ausdruck, dass mit Hilfe dieser Kampagne den Jugendlichen das Thema ?Europa? näher gebracht werde.