CSJ Norden


Die konzeptuelle Ausrichtung der Schule im Clerfer Kanton als Grenzlandlyzeum und die Wichtigkeit dieser Schule für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Dynamik im nördlichen Dreiländereck war Thema eines Rundtischgesprächs in Ulflingen.
?E Grenzlandlycée am ieweschten Dräilännereck?

Der am 5. Februar vorgestellte ?plan sectoriel lycées? sieht in zwei Phasen den Bau von 6 Sekundarschulen landesweit vor, darunter auch zwei in der Nordregion, wie Minister François Biltgen beim von der CSJ Norden organisierten Rundtischgespräch am vergangenen Dienstagabend in Ulflingen bestätigte.

Langjährige CSJ Norden-Forderungen erfüllt

Die CSJ Norden-Forderung aus dem Jahr 1998 nach dem Bau eines Lyzeums in Redingen wird demnächst durch die Entscheidung des Regierungsrates Realität und auch die von CSJ und CSV Norden seit den 99er Wahlen geforderte Sekundarschule im Clerfer Kanton ist mittlerweile politischer Konsens geworden und im ?plan sectoriel lycée? aufgeführt.

Diskutiert wurde am vergangenen Dienstag jedoch weniger über den möglichen Standort der neuen Schule, sondern vielmehr über dessen mögliches pädagogische Konzept.

?In den Augen der CSJ Norden eignet sich die Lage im Dreiländereck in besonderer Weise, um diesem Lyzeum die Ausrichtung eines Grenzlandgymnasiums zu geben,? so Präsident Dan Roder.
Der Jugendumfrage ?Norden 2000? zufolge, pflegen nur wenige Schüler Kontakte zu Altersgenossen aus den Nachbarregionen und auch Defizite im Bereich der interkulturellen Kompetenzen wurden ausgemacht.

Diesen Aspekten soll bei der Konzeption des Lyzeums im Clerfer Kanton Rechnung getragen werden. Schüler aus den Grenzregionen sollen zusammen die Schulbank drücken, gemeinsam die Sprachbarrieren überwinden und sich im täglichen Umgang besser kennen- und verstehen lernen.

Derzeit wird im Bildungsministerium über das Projekt einer grenzüberschreitenden Schule zwischen Luxemburg und dem Saarland diskutiert. Das von der CSJ Norden angedachte Projekt ist also keineswegs utopisch. Auch Rheinland-Pfalz hat in diesem Hinblick sogar Interesse zur Zusammenarbeit bekundet.

Sprachenvielfalt und spezifische Fachausbildung

Neben der Sprachenvielfalt ist die zukünftige Schule im Clerfer Kanton auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Besonderer Wert soll auf die Ausbildung in den Berufen der ?neuen Technologien? gelegt werden, dies umso mehr, da sich die Leader-Gruppe Clerf-Vianden in diesem Bereich bis 2007 besonders bemühen will.

Wie Charel Schmit von der CSJ Norden betont, wird die mehrsprachige Fachausbildung im Grenzlandlyzeum langfristig dazu beitragen, das Ösling wirtschaftlich und gesellschaftlich in Richtung des interessanten Ballungsraumes Lüttich-Maastricht-Aachen zu öffnen.