Réel 2002 zu Bréissel


Anerkennung der Diplome und “Uni Lëtzebuerg” waren Schwerpunkte bei der Réel 2002 in Brüssel.

CSJ SaS-Stand op der Foire de l’étudiant:
7. an 8. November
Die Vertreter der einzelnen Studentenringe nutzten den offiziellen Tag der “Réunion européenne des étudiants luxembourgeois” (REEL), um ihre politischen Forderungen oder Standpunkte darzulegen.

Studenten liegt das Thema Anerkennung der Diplome oben.

Komme es nicht zu einer transparenten und nachvollziehbaren Regelung bei der Anerkennung der Diplome beim Staat, wirke sich das auch auf den Privatsektor aus. Die Folge: “Diplome werden entwertet”, so die Acel. In der öffentlichen Funktion dränge sich eine komplette Überarbeitung des Einstufungs- und Laufbahnenmodells auf.

Die etwas andere Universität

So langsam nimmt das Projekt “Uni Lëtzebuerg” Form an. Auch wenn die entsprechenden Texte nicht wie vorgesehen vergangene Woche vom Ministerrat gutgeheißen worden sind, soll – so die zuständigen Regierungsstellen – alles planmäßig laufen.

Doch inwiefern der Vorsitzende des nationalen Hochschulrats, Dr. Robert Mackel, noch in die Projektverwirklichung eingebunden wird, ist fraglich. Vor den REEL-Teilnehmern präsentierte Mackel (dessen Mandat als CNES) jedenfalls ein etwas anderes Konzept, wie das von “Uni Lëtzebuerg”. Am Beispiel der New Yorker Rockefeller University beschrieb der Wissenschaftler die Vorzüge einer Forschungsuniversität nach angelsächsischem Vorbild.

Mackel warnte vor einer zu umfangreichen Universitätsstruktur und plädierte ausdrücklich für eine Akzentsetzung auf zweite und dritte Zyklen. Diese sollten praxisnah und professionell gestaltet werden, wobei großer Wert auf Forschung, d.h. das Schaffen von neuem Wissen gelegt werden sollte. Auch dürfte, so Mackel, die Bandbreite der unterrichteten Fächer nicht zu sehr ausgedehnt werden. “Sonst leidet darunter die Qualität”, unterstrich der Professor für den in Sachen “Uni Lëtzebuerg” das Leitmotiv “small but beautiful” zählt.