Drogen


Im Jahr 2000 kamen auf 100 000 Bewohner 6,43 Todesfälle durch eine Überdosis Rauschgift. Luxemburg liegt damit europaweit im Spitzenfeld. Die Zahl der Todesfälle stieg zwischen 1997 und 2000 von zehn auf 26 an.Im Jahr 2000 kamen auf 100 000 Bewohner 6,43 Todesfälle durch eine Überdosis Rauschgift. Luxemburg liegt damit europaweit im Spitzenfeld. Die Zahl der Todesfälle stieg zwischen 1997 und 2000 von zehn auf 26 an.

Luxemburg liegt in der EU im Spitzenfeld, was die Zahl der durch eine Überdosis Rauschgift verursachten Todesfälle angeht.
Dies geht aus einer Studie des Gesundheitsministeriums und des CRP-Santé hervor. Im Jahr 2000 kamen auf 100.000 Luxemburger 6,43 tödliche Überdosen. Das sind rund vier Fälle mehr als zum Beispiel in Österreich oder in Griechenland.

1994 starben 29 Menschen an einer zu starken Dosis Rauschgift . 1997 waren es nur noch zehn. Im Jahr 2000 setzten sich 26 Abhängige den “Goldenen Schuss”. Im vergangenen Jahr waren 18. Die Autoren der Studie erklären diesen Rückgang mit der Ausweitung des Methadon-Programmes.
Der Studie zufolge sind 80 Prozent der Rauschgiftopfer männlich. Auch wenn weit weniger Frauen durch Drogen ums Leben kommen, sind die weiblichen Drogenabhängigen besonders gefährdet, meinen die Autoren. Die Frauen, die durch eine Überdosis sterben , sind häufig jünger (25,65 Jahre im Durchschnitt) als die Männer (29,17 Jahre).

Die meisten Todesopfer sind zwischen 20 und 35 Jahren alt. Zwischen 1992 und 2000 waren neun Opfer jünger als 20. Der Altersdurchschnitt blieb in dieser Zeitspanne weithin konstant und liegt bei 28,5 Jahren.

Heroin ist die Substanz, die am häufigsten zum Rauschgifttod geführt hat. 46,5 Prozent der Überdosen wurden in den vergangenen zehn Jahren nur durch Heroin hervorgerufen . In 39,6 Prozent der Fälle wurde Heroin zusammen mit einem anderen Rauschgift festgestellt . In diesem Zeitraum starben zehn Menschen durch den Missbrauch von Medikamenten.
Als Ausweg aus der Drogenspirale schlagen die Autoren der Studie eine Stärkung der sozialen Rahmenprogramme vor, die die Risikogruppen direkt ansprechen müssten . Wichtig sei zudem die Entwicklung von Auffangstrukturen, zu denen Drogenabhängige nach einem Aufenthalt in einer Entzugsanstalt oder im Gefängnis Zuflucht nehmen könnten.