CSJ Norden


Bisher hat Luxemburg von den Grenzgängern viel profitieren können. Das Projekt einer Grenzlandschule böte uns die Möglichkeit auch etwas in die Großregion zurück zu geben. Das würde auch dem Ansehen Luxemburgs im Ausland sicherlich nicht schaden.Eine Grenzlandschule in Luxemburg – warum nicht?!

Am vergangenen 28. September, anlässlich des ersten Nationalrats in Eisenborn, hat CSJ-Präsident Laurent Zeimet die aktuelle Nationalkampagne “Loscht op Europa” vorgestellt.

“Loscht op Europa”
Damit wollen “déi Jonk an der CSV” den “europäischen Puls” der Bürger in Europa fühlen, das bessere Verstehen und das Zusammenleben über Grenzen hinweg fördern. Wir wollen die Vorteile des fortschreitenden europäischen Integrationsprozesses hervorheben und neue Chancen für ein intensiveres Miteinander in der Zukunft aufzeigen.

Schulische Ausbildung in der Nordregion

Die CSJ Norden hat im Leitantrag zum 98er Kongress in Perlé die Implantierung einer Sekundarschule im Kanton Redingen gefordert. Ebenso haben sich CSJ und CSV Norden im 99er Wahlprogramm für den Bau eines Lyzeums im Kanton Clerf ausgesprochen. Die Bildungsstätte in Redingen befindet sich mittlerweile in der Planungsphase und auch anderswo im Norden sollen demnächst Nägel mit Köpfen gemacht werden.

Luxemburg in der Grossregion

Luxemburg ist das geographische Zentrum der Grossregion Saar-Lor-Lux-Rheinland/Pfalz-Wallonien, einem Gebiet über vier nationale Grenzen hinweg. Gegenwärtig gilt unser Land als ein wichtiger wirtschaftlicher Motor dieser europäischen Region mit seinen mehr als 12 Millionen Einwohnern. Viele Tausend Arbeitnehmer überqueren täglich die luxemburgische Landesgrenze. Sie tragen dabei in nicht zu vernachlässigendem Masse zu unserer nach wie vor guten ökonomischen Entwicklung bei und sind Garanten unseres Wohlstands.

Grenzenlose Ausbildung – Grenzlandschulen

Im Rahmen der Nationalkampagne “Loscht op Europa” wird sich die CSJ-Norden näher mit der grenzüberschreitenden Ausbildung beschäftigen.

Wenn in ein paar Jahren das Lyzeum in Redingen mit angeschlossenem Internat die ersten Schüler aufnehmen wird, dann soll nach unserem Willen auch ein interregionales Pilotprojekt für grenzenlose schulische Ausbildung gestartet werden. Vor allem die sprachlichen Fähigkeiten und interkulturellen Kompetenzen sollen bei den Schülern besonders gefördert werden. Zum einen würde so ein wichtiger Beitrag zur besseren Verständigung zwischen den Menschen in der Grenzregion geleistet. Zum anderen, was weitaus wichtiger ist, wird die ganze Region wirtschaftlich davon profitieren, weil Sprachbarrieren als Hindernisse und Hemmnisse abgebaut werden.

Bisher hat Luxemburg von den Grenzgängern viel profitieren können. Das Projekt einer Grenzlandschule böte uns die Möglichkeit auch etwas in die Großregion zurück zu geben. Das würde auch dem Ansehen Luxemburgs im Ausland sicherlich nicht schaden.

Machbare Vision?

Die CSJ Norden wird in den kommenden Monaten mit möglichst vielen Fachleuten diskutieren und versuchen, dieser wie wir finden zukunftsträchtigen Idee Fundament zu geben. Eine Bildungsstätte mit Schülern aus 4 Ländern halten viele für nur bedingt oder gar nicht zu verwirklichen. Doch zeigen Beispiele aus dem Elsass, aus dem Saarland und Baden-Württemberg – wo mehrerer solcher deutsch-französischen Schulen seit über 30 Jahren funktionieren – die Machbarkeit des Projekts.

Wenn Europa nicht nur in Lehrbüchern stattfinden, wenn der Großregion nicht nur in Sonntagsreden gehuldigt werden soll, dann müssten wir auch den Willen zur Umsetzung einer solchen Zukunftsidee finden. Erste Erfahrungen könnten in einigen Jahren mit Versuchsklassen in Redingen beginnen um später im Katon Clerf ein regelrechtes Grenzlandlyzeum anlaufen zu lassen. Wie eine solche Schule aussehen und funktionieren könnte und was noch zu beachten ist, setzt weitere zahlreiche Diskussionen mit kompetenten Fachleuten voraus.

Wir bleiben am Ball.

Dan Roder

Präsident der CSJ Norden